Du hattest den Mann so gemacht, wie Du es getan hast… anders wurde er.
„ Alleine schaue das, ich habe funden, daß GOtt den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen viel Künste.“
Vom Stolz zur Arroganz
Ewiger GOtt, du hast uns Männer zu stolzen Wesen gemacht. Wir brauchten dies, um unermüdlich für das Wohl unserer jeweiligen Familien zu arbeiten, um für unsere eigene Autonomie zu kämpfen, anstatt uns dem Komfort hinzugeben und zu betteln; um uns nach besten Kräften in die Suche nach Lösungen für unsere familiären Schwierigkeiten einzubringen, ohne Einmischung von außen, ohne uns selbst bloßzustellen, ohne andere zu stören.
Leider fehlte uns das Urteilsvermögen. Wir erkannten nicht, wann unser Stolz in Arroganz umschlug und wann die Situation unsere Kräfte und Mittel überstieg. Wir verhielten uns, als bräuchten wir in Extremsituationen niemals die Hilfe oder Unterstützung Weiserer. Ja, darin waren wir arrogant und brachten die uns Anvertrauten in Gefahr.
Bitte verzeiht uns dafür!
Von der Versicherung bis zur Sturheit
!Du hast uns mit Mut und Stärke ausgestattet, um Situationen zu begegnen, die nicht von vornherein gewonnen waren; wir brauchten ihn, um das Wohlergehen unserer Lieben zu gewährleisten, da die Möglichkeiten des Lebens nicht immer auf den ersten Blick offensichtlich waren; und wie oft hat das die erwarteten Früchte getragen.
Wir ignorierten jedoch die Warnungen unserer Frau und unserer Angehörigen, als wir bereit waren, leichtsinnige Risiken einzugehen, um unsere Begierden zu befriedigen. Da haben wir die Grenze überschritten. Noch heute fällt es uns schwer, sie zu beruhigen; sie fühlt sich nicht mehr sicher und sorgt sich um die Folgen unseres nächsten unvernünftigen Risikos.
Mann, der sein Wort hält oder gewaltiger Manipulator
Es gibt eine Herrlichkeit, die Du uns verliehen hast, nämlich in gewissem Maße eine providentielle Funktion für unsere Familien zu haben.
Wir empfanden tiefe Zufriedenheit und Stolz, unserer Frau und unseren Kindern mit unseren Worten und Versprechen versichern zu können, dass wir ihre Wünsche zu gegebener Zeit erfüllen würden; es war ein Abbild von Dir, das Du in uns gelegt hattest. Dies gab uns das beruhigende Gefühl, ihr Vertrauen für ihre Zukunft zu haben. Es bedeutete auch, ihre körperliche, finanzielle und seelische Sicherheit täglich gewährleisten zu können.
Angetrieben von diesem Vertrauen, das uns entgegengebracht wurde, strebten wir unermüdlich danach, uns diese Wertschätzung jeden Tag aufs Neue zu verdienen und stets unser Wort zu halten, bis zu dem Tag, an dem…
Leider haben wir unsere Zunge auch schon missbraucht. Wir haben das Sicherheitsbedürfnis von Frauen als Gelegenheit für Abenteuer ausgenutzt, ihnen Versprechungen gemacht, die wir nie halten wollten, und behauptet, „Frauen lieben es, belogen zu werden“.
Wie erschreckend ist es doch, dass dieses von Gott dem Mann verliehene Privileg, seine Worte mit Autorität zu gebrauchen, so missbraucht, verzerrt und entwertet wird, um sexuelle Fantasien außerhalb der Ehe zu befriedigen. Wir benutzen die Zunge als Waffe, um ahnungslose Opfer anzugreifen, die sich in der Gegenwart eines skrupellosen Wolfs befinden.
Wie beschämt sind wir doch, dass wir diese „schwächsten“ Wesen auf der Suche nach Sicherheit so missbraucht haben, und sogar für jene Zeiten, als wir unseren Kindern leichtfertig Versprechen gaben, wir, die wir ihnen eine Ahnung davon vermitteln sollten, sei sie auch noch so klein, was der Name „Vater“, den GOtt trägt, bedeutet.
Ewiger Vater im Himmel, vergib uns diese Entweihung und mache uns zu Vätern nach deinem Willen! Im Namen des HErrn JEsus Christus!
Von Anziehung zur Verführung
Du hattest uns eine Gehilfin gewährt, daher war es offensichtlich, dass sie uns nur bei der Erfüllung unserer Bestimmung begleiten sollte. Und wenn man sie mit dem „ schwächsten Werkzeuge“1. Petrus 3,7 vergleichen konnte, war das vollkommen natürlich, da wir ja da waren, um ihr zu helfen, diese Schwäche zu überwinden. Um uns für die Kühnheit unserer täglichen Arbeit zu trösten, hattest Du souverän beschlossen, diese weibliche Gegenwart überaus angenehm zu gestalten.
Wie bedauerlich ist es doch, dass wir uns von einer anderen verführen ließen, die weder unsere Ehefrau noch unsere Helferin war. Wir machten unser Vergnügen zum Herrn und verrieten diejenige, die nie müde wurde, ihren Körper ausschließlich uns zu schenken.
Für diese schamlosen Gedanken, für diese Akte des Ehebruchs, ewiger, heiliger GOtt, erbarme dich und vergib uns!
Von der Autorität zur Tyrannei
Du hattest uns als Autoritäten über unsere jeweiligen Ehefrauen und Familien eingesetzt und uns mit dem nötigen Urteilsvermögen ausgestattet, um diese Aufgaben wahrzunehmen. Dies war in der Tat mitunter vorteilhaft, ja sogar heilsam für die ganze Familie.
Doch wir haben diese Autorität oft missbraucht, indem wir unseren eigenen Willen durchgesetzt und vergessen haben, dass Christus, wie der Mann das Haupt der Frau ist, das Haupt des Mannes ist. Wir haben unsere Autoritätsposition so oft für uns beansprucht, ohne uns mit demselben Eifer, derselben Entschlossenheit darum zu kümmern, ob wir unsererseits Christus, unserer eigenen Autorität, wahrhaftig und beständig untertan sind. 1. Korinther 11,3
Nein, HErr JEsus Christus, wir werden nicht von unserer Position der ehelichen oder familiären Autorität zurücktreten, sondern von heute an unterwerfen wir uns Dir als Autorität, damit Du unser Leben nicht mehr nach unseren Wegen, sondern nach Deinen leitest; in völliger Unterwerfung zu Deiner Ehre!
Wenn Sie nach dem Lesen dieses Artikels ein Gefühl der Unvollständigkeit verspüren, empfehlen wir Ihnen unsere Artikelserie „Begegnungen mit Christus“
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