Es gibt mindestens drei Motive für Verrat:
- Eifersucht: Der Fall Kains gegen Abel, der Pharisäer gegen JEsus Christus;
- Habgier: Der Fall Luzifers gegen GOtt, der Fall Judas gegen JEsus Christus;
- Feigheit: Der Fall des Apostels Petrus gegen seinen Meister und HErrn JEsus Christus.
Eifersucht
Es ist ein entsetzliches Gefühl, das sich in dem Wunsch äußert, den Untergang eines erfolgreichen oder angesehenen Menschen zu sehen, weil man selbst so gern an seiner Stelle gewesen wäre. Dieser Hass nagte am Herzen Kains, der bereits in der zweiten Generation den ersten Mord auf Erden beging. Kain missbrauchte das Vertrauen seines eigenen Bruders, der in seiner Gegenwart nicht ahnte, dass er sich in der Gesellschaft seines zukünftigen Henkers befand. Und was ist mit den Pharisäern, jenen religiösen Führern, die Christus auf seiner Mission zur Rettung der Juden und schließlich der gesamten Menschheit begleiten sollten? Stattdessen bekämpften sie ihn während seines gesamten Wirkens aus reiner Eifersucht. Und als wäre das nichts, lieferten sie ihn zur Kreuzigung aus.
Habgier
Habgier führt auf zweierlei Weise zum Verrat: Zum einen entspringt sie der Eifersucht, wird aber durch den Zerstörungswillen genährt, mit dem ganz konkreten Ziel, den Platz des anderen einzunehmen. So plante der Böse: Gottes Autorität zu stürzen und die Macht an sich zu reißen. So verführte die alte Schlange Eva: Gott zu ungehorsam zu sein, um selbst eine Göttin zu werden. Dies ist die schlimmste Form der Eifersucht.
Die zweite Form des Verrats, die mit Habgier verbunden ist, drückt sich nicht in direktem Hass gegen eine Person aus, sondern in dem Gewinn, den man sich durch den Verrat erhofft. So war es bei Judas, der in Jesus eine Quelle des Gewinns sah. Dasselbe gilt für viele Ehemänner, die ihre Frauen aus Habgier für eine andere Frau betrügen. Es ist eine wahrhaft abscheuliche und undankbare Form des Verrats: den Ehepartner, den HErrn und Christus – eine Beziehung, die ein Leben lang halten soll – für flüchtigen Gewinn oder Vergnügen zu verraten.
Möge GOtt uns vor diesen beiden Formen der Habgier bewahren, die beide zum Verrat führen: jener, die eine Ausprägung von Eifersucht ist.jener, und jener, die aus verbotenem Vergnügen entspringt.
Feigheit
Selbst als gläubige Christen sind wir nicht davor gefeit, unseren Meister und Herrn Jesus Christus zu verraten. So erging es dem Apostel Petrus, der nach der Verhaftung seines Meisters dreimal leugnete, ihn zu kennen. GOtt sei Dank, nach seiner Taufe im Heiligen Geist wurde er ein mutiger Prediger des Evangeliums, für das er fortan ohne Zögern zu sterben bereit war. Diese Form des Verrats ist die furchtbare Waffe des Bösen gegen die Kinder GOttes, der sie deshalb immer wieder verfolgt, um sie vom Glauben an Christus abzubringen. Deshalb hat der HErr uns mit diesen Worten eindringlich gewarnt: „Ich sage euch aber: Wer mich bekennet vor den Menschen, den wird auch des Menschen Sohn bekennen vor den Engeln GOttes. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln GOttes.“ (Lucas 12,8–9).
Zum Schluss sei darauf hingewiesen, dass die Schwäche, die den Apostel Petrus dazu verleitete, den Herrn Jesus zu verraten, im neuen Bund nicht mehr unsere ist, denn einmal mit dem Heiligen Geist getauft, sind wir nun in Christus stark genug, um dem Bösen standzuhalten, so wie Petrus, der nach Pfingsten ein völlig anderer Mensch wurde.
Lasst uns davor hüten, unsere Freunde, unsere Lieben, unsere Familien, unsere Ehepartner und vor allem unseren GOtt und Schöpfer zu verraten; weder aus Eifersucht noch aus Habgier noch aus Feigheit!
Im Namen des HErrn JEsus Christus! Amen!
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