Eine der Bibelstellen, an denen der HErr GOtt besonders streng zu handeln scheint, ist die, als Er Usa schlug, der es wagte, die Lade des HErrn zu halten, weil die Rinder beiseit austraten. (2. Samuel 6,6-7).
GOtt lässt in seiner Souveränität sein Werk, sein eigenes Werk, oft schwer gefährdet und vom Untergang bedroht erscheinen; doch niemals, niemals wird es an uns liegen, es zu übernehmen und zu retten. Vielmehr sollen wir uns, wie von Anfang an, stets auf ihn verlassen und niemals von seinen Anweisungen abweichen.
Erinnern wir uns daran, dass König Saul kurz vor diesem Ereignis eigenmächtig ein Opfer für Gott darbrachte – ein Opfer, zu dem nur der Prophet Samuel befugt war. Aus Furcht vor einer Niederlage, als er die Soldaten zurückweichen sah, beging er das Unwiederbringliche. (1. Samuel 13,1-14)
Wie viele von uns hätten nicht alles in ihrer Macht Stehende getan, um Hiobs scheinbaren Untergang zu verhindern? Alles hatte so gut begonnen; Gottes Wirken war in seinem Leben stets deutlich sichtbar gewesen. Doch dann, plötzlich, schien dieser gerechte Mann auf unausweichliche und furchtbare Weise zu sterben. Wie viele von uns hätten dies nicht als Werk des Teufels gedeutet, das „mit allen Mitteln“ vereitelt werden müsse? Und doch war es tatsächlich GOttes Wille, dass er all diese Prüfungen durchmachte.
Und was ist nun mit Christus selbst? Er hatte den Willen des Vaters bis dahin auf majestätische Weise erfüllt. Wie sehr war GOtt durch das Wirken seines einzigen Sohnes verherrlicht worden! Und dann, plötzlich, verkündet die ganze Hoffnung Israels seinen Jüngern, dass die Zeit für seinen Abschied gekommen sei, obwohl es noch so viel zu tun gäbe. Daraufhin, wie viele von uns wohl gehandelt hätten, nahm Petrus ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach: „HErr, schone dein selbst; das widerfahre dir nur nicht!“ Doch lasst uns aufmerksam auf die Antwort des Herrn an Petrus achten: „Heb dich, Satan, von mir! Du bist mir ärgerlich; denn du meinest nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.“ (Matthäus 16,21-23).
Erinnern wir uns schließlich daran, dass Abraham, der Vater des Glaubens, den GOtt uns schenkte, von Anfang an einer solchen Prüfung ausgesetzt war. Seine Frau war unfruchtbar, und doch hatte GOtt ihm verheißen, ihm durch sie Nachkommen, ein zahlreiches Volk, zu schenken. Und GOtt erfüllte sein Wort! Nur wenige Jahre später schien derselbe GOtt sich selbst zu widersprechen, indem er Abraham aufforderte, ihm denselben Sohn zu schenken; wie verwirrt muss Abraham gewesen sein! Er hätte sich durchaus fragen können, ob GOtt ihn verspottete, aber nein! Obwohl GOtt zuvor noch nie eine Auferstehung vollbracht hatte, wie Er es Jahrhunderte später mit dem Propheten Elischa tun würde, trug Abraham die Vorstellung der Auferstehung in seinem Herzen, denn nur so konnten sich die scheinbar widersprüchlichen „zwei“ Worte des HErrn erfüllen, oder besser gesagt, zu einem einzigen Wort verschmelzen. (Hebräer 11,17-19)
Mein lieber Bruder, meine liebe Schwester, wie in den vorangegangenen Fällen wird es oft vorkommen, dass der Herr uns durch eine Form des Todes und der Auferstehung führt. Deshalb lasst uns in solchen Situationen davor zurückschrecken, um jeden Preis versuchen zu wollen, uns vor dem Tod zu bewahren. Denn ohne Tod gibt es keine Auferstehung; und die Herrlichkeit des ersten Lebens ist eine andere als die des Lebens nach der Auferstehung. Wie es in jedem der oben genannten Beispiele der Fall war.
Vielleicht hat GOtt dich dazu geführt, eine Erweckungsbewegung zu initiieren, und dann kam der Zeitpunkt, an dem es offensichtlich schien, dass GOttes Werk sterben würde, wenn du es nicht als „Kirche“ legalisieren würdest. Mein lieber Bruder, wenn GOtt dich nicht auf diese Weise geleitet hat, dann lass sein Werk „sterben“; es wird „wieder auferstehen“. Wenn du aber, wie Usa oder König Saul, deinen eigenen Willen, deinen fleischlichen Willen, einsetzt, um es um jeden Preis zu „retten“, könntest du selbst geistlich und sogar körperlich sterben, und mit dir viele deiner Anhänger! Um des Herrn willen, um deines eigenen Lebens und des Lebens deiner Anhänger willen, sei äußerst vorsichtig, wenn du dich jemals in einer ähnlichen Situation befindest. Ja, mein lieber Bruder, meine liebe Schwester, niemals, niemals sollten wir auch nur im Geringsten von GOttes Willen abweichen, angeblich um sein Werk zu retten.
Während wir diesen Artikel beenden, liegt uns das Schicksal christlicher „Künstler“ sehr am Herzen. Wie viele unserer Brüder und Schwestern haben uns zu Beginn ihres Dienstes durch Lobpreis und Anbetung in den Himmel erhoben, erscheinen uns heute aber nur noch als „Künstler“, die Musik spielen, die zwar angenehm zu hören ist, aber unsere Seelen nicht mehr erreicht. Was ist geschehen? Was ist geschehen? Was ist geschehen? Mein Bruder, meine Schwester, wenn du wirklich aufhören müsst, musikalisch produziert zu werden, so geschehe der Wille des Herrn! Aber GOtt wird sein Volk weiterhin durch eure alte Lobpreis- und Anbetungsmusik segnen. Warum sollte die Leitung von Gottes Volk in Lobpreis und Anbetung ein Beruf, eine kommerzielle Tätigkeit sein (die vom Konsumenten bezahlt wird)? Warum sollte es nicht wie die Verkündigung des Evangeliums sein, frei zugänglich online und über verschiedene Medien?
HErr GOtt, Du, Der Du uns im Brief an die Gemeinde in Ephesus (Offenbarung 2,1-7) ermahnst, gib uns die Gnade, zu unserer ersten Liebe zurückzukehren, uns daran zu erinnern, wovon wir abgefallen sind, Buße zu tun und unsere ersten Werke wieder aufzunehmen! In Christus JEsus!
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